Jan Kristof Schliep
Jan Kristof Schliep studierte Operngesang in Hannover bei Prof. G. Faulstich. Bereits während des Studiums gastierte er an den Theatern in Lübeck und Hildesheim. Nach seinem Gesangsstudium war er zehn Jahre am TfN · Theater für Niedersachsen in Hildesheim tätig.
vom Spieltenor ins schwere Fach
Sein Repertoire reichte von Monostatos und der Knusperhexe bis zu anspruchsvollen Partien wie Bob Boles in Brittens "Peter Grimes" oder David in Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg".
Seit einigen Jahren arbeitet Schliep freischaffend mit Schwerpunkt im Charakter- und jugendlichen Heldentenorfach. Er sang Tamino in der niederländisch-sprachigen Erstaufführung der "Zauberflöte" und gastierte u. a. am Schleswig-Holsteinischen Landestheater (Die Zauberflöte, Die verkaufte Braut) sowie am Theater Altenburg Gera (u. a. Walter in "Die Passagierin", Eisenstein in "Die Fledermaus", Ktesiphar in d’Alberts "Die toten Augen"). Am Stadttheater Bremerhaven sang er Altoum in Puccinis "Turandot" und übernahm am Theater Krefeld Mönchengladbach erneut die Rolle des Walter in Weinbergs "Die Passagierin".
In der Spielzeit 2025/26 folgt in Mönchengladbach eine weitere Serie als Walter; zudem übernimmt er am DNT Weimar Vorstellungen als Gerichtsschreiber Licht in Der zerbrochene Krug und singt an der Staatsoper Hannover sowohl die Titelpartie in der Kinderoper "Wurst" als auch Altoum in Turandot.
Hinreißende Diktion und Bühnenpräsenz
Zu seinen künstlerischen Wegbegleitern zählen Regisseure wie Wolfgang Gropper, Urs Häberli, Roman Hofenbitzer, Sigrid T’Hooft, Frank Van Laecke, Prof. Hans-Peter Lehmann, Hendrik Müller, Jakob Peters-Messer, Anthony Pilavachi, Johannes Reitmeier, Uwe Schwarz und Volker Vogel. Wichtige Impulse erhielt er außerdem in Meisterkursen bei Prof. Arnold Bezuyen (Graz) und Jendrik Springer (Staatsoper Wien). Sängerisch betreut wird er von dem Operncoach Axel Heil (Hannover).
Im Konzertfach singt er Partien aus den verschiedensten Epochen von Bachs Evangelisten bis zum Gebratenen
Schwan in Orffs „Carmina Burana“. Aber auch lyrische Partien wie Uriel in Haydns „Schöpfung“ und der Solotenor in
Bruckners „Te Deum“ gehören zu seinem Konzertrepertoire.