Rodrigo Porras Garulo

Rodrigo Porras Garulo ist seit 2017 Mitglied im Ensemble des Badischen Staatstheaters Karlsruhe,wo er ab Juni 2019 in der Titelpartie der Neuinszenierung von Floris Visser von LES CONTES D‘HOFFMANN zu erleben sein wird. Zukünftige Projekte inkludieren sein Debüt an der Staatsoper Hannover als Cavaradossi in TOSCA, sowie in Karlsruhe sein Rollendebüt als Calaf in TURANDOT. Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2018/19 gehörten seine Debüts in den Rollen des Rodolfo in LUISA MILLER unter dem Dirigat von Julia Jones an der Oper Wuppertal und des Pinkerton in MADAMA BUTTEFLY für die Wiedereröffnung des Théatre Palace Biel, sowie die Karlsruher Operngala von TOSCA an der Seite von Martina Serafin und Lucio Gallo.

Der in Mexico City geborene Tenor studierte Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei KS Helene Schneiderman und privat bei Antonio Carangelo. Seine Ausbildung ergänzte er u.a. bei Barbara Bonney, Josef Protschka, Markus Eiche, Enza Ferrari, Jean-Pierre Fabre, Eike Grams und Maris Skuja. Von 2010 bis 2015 war er Ensemblemitglied des Meininger Staatstheaters, wo er u.a. als Alfredo in LA TRAVIATA, Duca in RIGOLETTO, Tamino in DIE ZAUBERFLÖTE, Claudio in Wagners Frühwerk DAS LIEBESVERBOT und als Jacopo Foscari in I DUE FOSCARI gefeiert wurde, sowie in den Hauptpartien verschiedener deutschsprachiger Opern und Operetten. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe war er bereits in Partien wie Don José in CARMEN, Cavaradossi in TOSCA, Maurizio in ADRIANA LECOUVREUR, Alfredo in LA TRAVIATA und Gabriele Adorno in Verdis SIMON BOCCANEGRA zu hören.

Andere Engagements führten ihn u.a. als Cavaradossi zu der TOSCA-Freilichtproduktion der Schlossfestspiele Schwerin 2018, als Turiddu in CAVALLERIA RUSTICANA zu den ersten See Festspielen Sotschi in Russland, als Duca in RIGOLETTO an die Opéra de Tours, als Don José in CARMEN an das Theater Koblenz, zum Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin in der Titelpartie in HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN, an die Oper Leipzig als ALADIN in der gleichnamigen Oper von Nino Rota, als Guidon in DAS MÄRCHEN VON SALTAN und in der Titelpartie in DER ZAREWITSCH an die Staatsoperette Dresden, sowie als Walter von der Vogelweide in Wagners TANNHÄUSER mit der Meininger Hofkapelle im Festsaal der Wartburg, als Nadir in LES PÊCHEURS DE PERLES an das Opernfestival Mauritius, als Nemorino in L’ELISIR D’AMORE an die Hamburger Kammeroper und in Strawinskys PULCINELLA mit den Stuttgarter Philharmoniker in den Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart unter der Leitung von Dan Ettinger. 2012 wurde er für seine Interpretation als Ajdár in der deutschen Erstaufführung der kasachischen Oper ABAI von Schubanow und Hamidi zur Eröffnungsgala der neuen Staatsoper Astana unter der Leitung von Alan Buribayev eingeladen. Er ist Preisträger des Internationalen Antonín Dvořák Wettbewerbs und Stipendiat des Richard Wagner Verbandes.

Zu den Aufgaben des Tenors für die Saison 2019/20 gehören Cavaradossi in "Tosca" zur Spielzeiteröffnung an der Staatsoper Hannover, die Titelpartie in "Hoffmanns Erzählungen" am Staatstheater Karlsruhe und der Tambourmajor in "Wozzek".

Im Herbst 2019 gab er seinen Einstand als Duca de Mantova in Verdis "Rigoletto" and der Mailänder Scala.
 

Presse

Der Neue Merker| Januar 2019

"An der Spitze der Besetzung steht mit weitem Abstand Rodrigo Porras Garulo, ein aus Mexico stammender Tenor als Rodolfo. Der schlanke Sänger ist ein höchst temperamentvoller Darsteller. Er drückt Freude und Leid, Liebe und Verzweiflung gleichermaßen überzeugend aus. Und dazu besitzt er einen edel timbrierten, leicht dunklen Tenor, der ungemein strahlkräftig ist. Mit einer stupenden Atemtechnik ausgestattet singt er weite Bögen im Forte, aber auch feine Diminuendi und wunderbare Piani. Da er bereits sehr geschickt phrasiert, steht einer Karriere an großen Häusern nichts entgegen, zumal das Spinto-Fach bei den Tenören nicht gerade üppig belegt ist."

Opernwelt| Februar 2019
"Ungetrübte Freude bereitet das klug zusammengestellte Ensemble, das die hohen Anforderungen der Partitur fantastisch meistert: [...] der mexikanische Tenor Rodrigo Porras Garulo als markanter Rodolfo, der nie narzisstisch auftrumpft, sondern Gespür für dramatischen Aufbau besitzt."

Die Deutsche Bühne| Dezember 2018
"Verdi hat dankbarere Partien für Tenor geschrieben als den Rodolfo. Aber wenig musikalisch anspruchsvollere. Rodrigo Porras Garulo führt seinen klangschönen, leicht bronzen klingenden Tenor jederzeit auf Linie und bricht gelegentlich, besonders in den Finali des ersten und dritten Aktes, in ein sorgsam disponiertes wildes Espressivo auf, das einem die Figur wirklich nahe bringt."